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Rollstuhlbasketball

Bericht Rollstuhlbasketball

In dieser Fensterwoche hatte ich die Möglichkeit, eine Woche bei dem Projekt „Rollstuhlbasketball macht Schule“ mitzuwirken und zu helfen. Dieses Projekt, wird von der Unfallkasse Hessen gefördert. Durchgeführt wird es von Herrn Sebastian Arnold, der seit insgesamt 16 Jahren als Rollstuhlbasketballer aktiv ist. Die Klassen lernen in zwei Schulstunden die Grundlagen des Rollstuhlbasketballs. Das Projekt beginnt mit der Einführung des Basketballrollstuhls. Hierbei werden die Unterschiede zwischen einem Alltagsrollstuhl und einem Basketballrollstuhls erklärt. Dazu gehören beispielsweise die schrägen Räder, die den Rollstuhl schneller und wendiger machen bzw. die Finger vor dem Einklemmen bewahren. Nach den Sicherheitsanweisungen können sich die Schülerinnen und Schüler bereits in die Rollstühle setzten. Da aber nur zehn zur Verfügung stehen, werden die Klassen in zwei bis drei Gruppen unterteilt. In den Rollstühlen erlernen die Schüler und Schülerinnen die Grundlagen zum Fahren des Rollstuhls, den Ball vom Boden aufheben und dem Korbwurf. Die Schülerinnen und Schüler können die Grundlagen schnell umsetzten. Schlussendlich fehlt allerdings die Kraft in den Armen, um den Korb zu treffen. Danach bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einem Spiel 5 gegen 5, ihr bis dahin erlerntes Wissen umzusetzen. Sofern es der zeitliche Rahmen gegen Ende der beiden Stunden zulässt, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gemeinsam im Spiel 1 gegen 10 gegen Sebastian zu spielen. Hierbei wird der Unterschied zwischen dem seit Jahren spielenden Sebastian Arnold und den Schülerinnen und Schülerdeutlich, die trotz einer zahlmäßigen Überlegenheit von neun Spielern, keine Chance auf den Sieg haben. Am Ende der Stunde blieb den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit Sebastian alle möglichen Fragen zu stellen, die er auch offen beantwortete. Dabei gibt es zwei Fragen, die sehr oft von den verschiedenen Klassen gestellt werden.  Dazu gehörten beispielsweise der Preis eines Basketballrollstuhls, der bei ca. 5000-8000€ beträgt. Oder wie und wann er in den Rollstuhl kam. Dies geschah vor 16 Jahren bei einem Autounfall, durch den er querschnittsgelähmt wurde und somit nicht mehr laufen kann. Man merkt, dass Sebastian ein lebensfreudiger Mensch ist, der sich schnell mit dem  frühen Rückschlag im Leben abgefunden hat und diesen auch akzeptiert hat. Er blieb nach dem Unfall insgesamt vier Monate im Krankenhaus, in denen er die Grundlagen erlernte, um sich im Alltag zurecht zu finden. Dazu gehört beispielsweise, wie man von dem Rollstuhl in das Bett kommt oder in das Auto. Er erzählte auch, wie er zum Rollstuhlbasketball kam. Nämlich überlegte er sich, welche Möglichkeiten er hat trotz des Rollstuhl fit zu bleiben. Dabei war Basketball die am weitesten verbreitete Sportart, die im Rollstuhl praktiziert wird. Er probierte auch andere Sportarten, wie Tennis und Tischtennis aus, doch an keiner fand er so viel Gefallen wie bei Basketball. So spielt er immer noch, bei dem Frankfurter Verein „Mainhattan Skywheelers“ und wurde auch Meister in der 2. Bundesliga. Diesmal hatten wir auch das Glück, das in wenigen Wochen ein Turnier der Nationalmannschaften in Frankfurt stattfand. Für dieses Turnier hatte Sebastian auch für Interessierte Schüler und Schülerinnen Freikarten. Darüber waren viele Schüler sehr erfreut und griffen gerne zu. Sebastian ist ein gutes Beispiel für Menschen mit Handicap. Er vermittelt ihnen, dass man nie aufgeben sollte und mit den Möglichkeiten, die einem noch zur Verfügung stehen, das Leben genießen sollte.

Unib Ahmed
G10b